Teilnehmer

Vorstellung der Teilnehmer (alphabetisch nach Nachnamen sortiert)

Mark Heidenfeld

IM Mark Heidenfeld (ELO 2359)

Als größte Einzelerfolge nennt der seit seinem elften Lebensjahr in Ulm lebende, gebürtige Ire den Sieg bei der irischen Landesmeisterschaft im Jahre 2000 sowie den Sieg beim Großmeister-Einladungsturnier von York im selben Jahr, bei dem er u.a. drei Großmeister bezwingen konnte.
Im Mannschaftsschach ist der Sieg bei der Hochschulmannschaftsmeisterschaft 1990 sowie der mehrfache Gewinn der württembergischen Blitz-MM, zuletzt 2011, zu nennen. Insgesamt neunmal trat er mit der irischen Nationalmannschaft bei Schacholympiaden an, 1998 in Elista (Kalmükien) erreichte er den Titel „Internationaler Meister“ für sein 8,5/12-Ergebnis am dritten Brett.
Dass er sehr gut Blitzschach kann, bewies der mehrfache (und amtierende) württembergische Blitzmeister bei der letztjährigen deutschen Meisterschaft, als er den sechsten Platz (unter 26 Teilnehmern) belegte. 2001 gelang ihm bei der australischen Blitzmeisterschaft sogar der Platz ganz oben auf dem Treppchen.



Andreas Heimann

GM Andreas Heimann (ELO 2576)

Ein aufstrebender Spieler der deutschen Nachwuchsgarde ist Andreas Heimann. Der erste große Erfolg war der deutsche U12-Meistertitel 2004. Dem Europameistertitel in der U14 im Jahre 2006 schloss sich die Verleihung des IM-Titels 2009 an. Weitere Einzelerfolge waren der 2. Platz beim Neckar-Open in Deizisau, der Sieg beim VMCG-Schachfestival in Lüneburg (jeweils 2015) sowie die dritte GM-Norm beim Grenke-Open in Karlsruhe 2016.
Bedeutende Mannschaftserfolge feierte er 2011 mit den Siegen beim Mitropa-Cup und beim European Club Cup in Rhodos 2013 (1. GM-Norm). In der zweiten Bundesliga gelang ihm 2016 mit 6 aus 9 an Brett 1 die finale Großmeister-Norm. Aktuell ist er in der ersten Bundesliga für die SF Deizisau aktiv.
Erst im Dezember letzten Jahres konnte er in Augsburg seinen 2016 erstmals errungenen deutschen Meistertitel im Blitzschach erfolgreich verteidigen. Außerschachlich absolviert der 26-Jährige ein Master-Studium in Mathematik an der Universität Konstanz.



Dr. Hans-Joachim Hofstetter

FM Dr. Hans-Joachim Hofstetter (ELO 2175)

Der Gastgeber und Initiator des Kissinger Schachzaubers ist seit mehr als 40 Jahren im Schach und Fernschach aktiv. Im Nahschach ist er seit 2004 FIDE-Meister, im Fernschach wurde ihm sogar der Großmeister-Titel verliehen. Beim Weltschachbund FIDE übt der in Bad Kissingen praktizierende Augenarzt eine beratende Funktion in der medizinischen Kommission aus.
Große Mannschaftserfolge feierte er in seiner Zeit als Sanitätsoffizier der Bundeswehr bei NATO-Meisterschaften, die Deutschland mehrfach gewinnen konnte. Vereinsmannschaftsschach übt(e) er in Heidingsfeld, Ulm, Marktheidenfeld, Bad Königshofen und, aktuell, bei seinem langjährigen Heimatverein Bad Neustadt aus.
Bei den Einzelerfolgen sind auf jeden Fall seine 5 unterfränkischen Titel zu nennen, zuletzt gewann er 2011 die jährlich stattfindende Meisterschaft, der er seit 1974 die Treue hält. Die vielen Vereinsmeistertitel in allen Bedenkzeitvarianten aufzählen zu wollen, würde den hier gesteckten Rahmen sprengen.



Bella Khotenashvili

GM Bella Khotenashvili (ELO 2486)

Ihr Talent deutete sich schon früh an, als sie 2004 die U16-Juniorinnen-Weltmeisterschaft gewann. Der Gewinn der georgischen Meisterschaft 2012 ist ein weiterer Meilenstein. Im selben Jahr nahm sie ebenso wie in den Jahren 2015 und 2017 an der Damenweltmeisterschaft teil. Mit ihrem Sieg bei der ersten Etappe des FIDE Women Grand Prix 2013 in Genf erfüllte sie die letzte erforderliche Norm für den Großmeistertitel. Sie ist amtierende georgische Meisterin.
Im Mannschaftsschach vertrat sie Georgien seit 2009 ununterbrochen. Das Highlight hierbei sind sicher ihre zwei Goldmedaillen bei der Damen-Mannschafts-Weltmeisterschaft 2015 in China (Mannschaftsgold und beste individuelle Leistung am ersten Brett). Auch im europäischen Vereinspokal führte sie ihre Mannschaft 2014 und 2015 zweimal zum Sieg. Neben dem Schach besitzt sie einen Abschluss der Universität Tiflis.



Lilit Mkrtchian

IM Lilit Mkrtchian (ELO 2378)

Quasi mit dem Ende ihrer Schulausbildung begann sie ihre Karriere als Schachprofi und wurde an der nationalen Schachakademie in Armenien gefördert. Daneben absolvierte sie von 1999-2003 ein Sportstudium.
Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Vizeweltmeisterin der weiblichen U16 1997 und jeweils zwei zweite und zwei dritte Plätze bei Damen-Europameisterschaften von 2002 bis 2013 sowie mehrfache Meisterin von Armenien. Bei der Schnellschach-Europameisterschaft 2011 wurde sie Dritte. Sie nahm seit 2001 an allen Damenweltmeisterschaftszyklen teil, ihr bestes Resultat war das Viertelfinale 2008.
Auch im Mannschaftsschach ist sie sehr aktiv. So vertrat sie Armenien in allen Schacholympiaden seit 1996 (damals erst 14 Jahre alt), wurde mit der Nationalmannschaft Europameister 2003 und Dritter 2007 und erreichte 2015 mit ihrem Einzelergebnis bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft die Goldmedaille am 2. Brett. Auch beim Europapokal für Vereinsmannschaften sowie in der armenischen Meisterschaft hat sie Erfolge gefeiert. Neben Deutschland, wo sie aktuell für Dillingen in der Landesliga sowie für den SC Bad Königshofen als Gastspielerin in der Frauen-Bundesliga spielt, ist sie auch in China, Russland und Rumänien aktiv. Abseits der Bretter war sie Presseoffizier beim FIDE Grand Prix 2009 in Jermuk/Armenien.



Michael Prusikin

GM Michael Prusikin (ELO 2516)

Michael Prusikin stammt aus der Ukraine und lebt seit 1995 in Deutschland. Der staatlich geprüfte Erzieher, Vater von 2 Töchtern, war von 2004 bis 2012 als Schachtrainer und aktiver Spieler tätig. Als seinen größten Erfolg als Spieler bezeichnet er den zweiten Platz bei der gut besetzten Deutschen Meisterschaft 2009.
Seit 2012 arbeitet er als Schachlehrer für den Verein „Schulschach im Landkreis Miesbach e.V.“. Der junge Großmeister Leon Mons, Hanna Marie Klek (Vizeweltmeisterin in der U16 im Jahr 2011) sowie die speziell in Bayern bestens bekannte Jana Schneider (mit 15 Jahren die jüngste (und amtierende) Deutsche Meisterin) gingen aus seiner Schule hervor.
„Nach fast 35 Jahren Bekanntschaft mit Schach liebe ich das Spiel nach wie vor in all seinen Facetten“, sagt er. Neben dem Training und dem Turnierschach komponiert er auch Studien und betreut seit Oktober 2017 die Taktik-Seiten der Zeitschrift „Schach“, einer der bekanntesten deutschsprachigen Fachpublikationen.



Dr. Reinhold Schnelzer

FM Dr. Reinhold Schnelzer (ELO 2189)

Reinhold Schnelzer, von Beruf Facharzt für Neurologie und Psychiatrie im Vorruhestand, hat für Grundig-Nürnberg in der 2. Bundesliga gespielt. Derzeit spielt er für Augsburg-Haunstetten in der Landesliga.
Seine größten Einzelerfolge im Schach sind der dreimalige Gewinn der Deutschen Ärzte-Schachmeisterschaft und jeweils zweite Plätze bei der Offenen Walisischen Meisterschaft sowie beim Würzburger Open. Darüber hinaus ist er mehrfacher Würzburger Stadtmeister gewesen und war auch bei Vereinsmeisterschaften in seinen Vereinen Würzburg, Augsburg-Kriegshaber und Augsburg-Haunstetten ebenfalls jeweils mehrfach siegreich.



Irene Kharisma Sukandar

IM Irene Kharisma Sukandar (ELO 2387)

Die in Jakarta geborene Indonesierin ist die erste Frau ihres Landes, die sowohl den Titel “Weiblicher Großmeister”, als auch den Titel “Internationaler Meister” erringen konnte. Als ihr schachliches Ziel nennt sie die Erringung des Großmeistertitels der FIDE. Eine der benötigten drei Normen hat sie schon.
Außerschachlich hat sie erst vor kurzem Ihr Studium „International Relations“ an der Webster University in St. Louis mit dem Master abgeschlossen.



Henrik Teske

GM Henrik Teske (ELO 2483)

Der gebürtige Eislebener machte seine ersten schachlichen Schritte in der vormaligen DDR, wo er von 1978-1984 dreimal in verschiedenen Altersklassen Jugendmeister wurde. Blitzmeister der Erwachsenen wurde er 1985, der IM-Titel folgte 1988. Nach Abschluss seines Maschinenbau-Studiums 1994 erlangte er 1996 den GM-Titel.
Der größte Einzelerfolg des Vielspielers (alleine im Jahre 2016 spielte er 37 Turniere, davon 11 Siege) war der geteilte erste Rang beim Berliner Sommer 1993, sein jüngster der beim GM-Turnier in Elgoibar im Dezember 2017. Mannschaftsschach spielt(e) er bei zahlreichen Vereinen quer durch Deutschland (u.a. Dresden, Porz und Tegernsee), aktuell bei Empor Erfurt, sowie in Frankreich, Spanien und Österreich. Hier wurde er mit Graz mehrfacher österreichischer Meister.
Daneben ist Henrik Teske ein international gefragter Trainer (ausgezeichnet als Trainer des Jahres 2015), vor allem im Jugendbereich – drei seiner Schüler wurden in ihrer Altersklasse Jugendweltmeister – sowie Kommentator (ChessBase) und Publizist (u.a. Rochade Europa). Aufgrund seiner umfangreichen Fremdsprachenkenntnisse übersetzte und dolmetschte er bereits im Auftrag des Weltschachbunds FIDE.



Manfred Wallinger

Manfred Wallinger (ELO 2150)

Manfred Wallinger hat von 1977 bis 1993 für den SC Grundig Nürnberg in der 2. Bundesliga (bzw. deren Vorläufer) und zweimal auch in der 1. Bundesliga gespielt, in den ersten Jahren zusammen mit Reinhold Schnelzer. Der wohl größte Erfolg mit der Mannschaft war der zweite Platz im Mannschaftspokal 1985. Aktuell ist er in der Regionalliga Nord-Ost beim SV Altensittenbach aktiv.
Mit dem Gastgeber des Turniers verbindet ihn seit dem Maintal-Open 1978 eine Freundschaft. Beide spielen auch in einer Fernschach-Mannschaft, dem ChessBase-Userclub in der 2. Bundesliga. In den letzten Jahren ist als weiteres gemeinsames Hobby Tischtennis dazu gekommen.